Die Geburt Jesu
Die Geburt Jesu ist das dritte freudenreiche Geheimnis des Rosenkranzes. Maria legt Jesus in Betlehem in eine Krippe; Engel verkünden den Hirten seine Geburt. Wir betrachten den Sohn Gottes, der in Armut zur Welt kommt, und bitten um Armut des Geistes.

Heilige Schrift
Lk 2:1-7
Es geschah aber in jenen Tagen, daß eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Die Einschreibung selbst geschah erst, als Kyrenius Landpfleger von Syrien war. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobten Weibe, welche schwanger war. Und es geschah, als sie daselbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, daß sie gebären sollte; und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.
Frucht des Geheimnisses: Armut des Geistes
Der Erlöser kommt zu uns
Das dritte freudenreiche Geheimnis führt uns nach Betlehem. Maria bringt Jesus zur Welt, wickelt ihn in Windeln und legt ihn in eine Krippe. Lukas erzählt von der Reise wegen der Volkszählung und davon, dass in der Unterkunft kein Platz für sie ist. Dort kümmert sich Maria um das neugeborene Kind, fern vom Zuhause der Familie in Nazaret.
Der vollständige Bericht in Lukas 2,1–20 umfasst auch die Hirten und die Verkündigung der Engel. Die Hirten hören die frohe Botschaft und gehen zum Kind. Maria bewahrt das Geschehene und erwägt es in ihrem Herzen. Ihre Aufmerksamkeit begleitet unsere eigene Betrachtung der Geburt Christi. Die Kirche feiert diese Geburt, weil der ewige Sohn zu unserem Heil wahrhaft Mensch geworden ist.
Die Frucht der Armut des Geistes
An der Krippe bitten wir um Freiheit von dem, was uns daran hindert, Christus aufzunehmen. Armut des Geistes beginnt damit, unsere Abhängigkeit von Gott anzuerkennen. Die Sorge um Besitz oder Ansehen kann das erschweren. Die Krippe gibt uns ein anderes Bild zu betrachten: den Sohn Gottes, von Maria aufgenommen, ohne die Ehren, die gewöhnlich einen König umgeben würden.
Dieses Geheimnis richtet unseren Blick auch auf Menschen, denen das Lebensnotwendige fehlt. Die Heilige Familie braucht einen Ort zum Ausruhen. Im Gebet können wir an Familien ohne ein sicheres Zuhause denken, besonders an Eltern, die nur schwer für ein Neugeborenes sorgen können. Solche Nöte gibt es vielleicht ganz in unserer Nähe, bei Nachbarn oder unter den Menschen, denen die Pfarrei hilft.
Ein Gesätz der Anbetung
Maria bewahrt die Worte der Hirten und erwägt sie in ihrem Herzen. Das Zeugnis der Hirten gehört zur stillen Szene an der Krippe: Dieses in Armut geborene Kind ist der Erlöser, der ihnen angekündigt wurde.