Gegrüßet seist du, Maria

Das Ave Maria ehrt Maria mit Worten aus dem Evangelium und bittet um ihre Fürsprache. Im Mittelpunkt steht der Name Jesu. Wir beten es auf den kleinen Perlen und betrachten dabei die Geheimnisse Christi mit seiner Mutter.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Amen.

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Auf Latein

Ave María, grátia plena, Dóminus tecum.
Benedícta tu in muliéribus, et benedíctus fructus ventris tui, Iesus.
Sancta María, Mater Dei, ora pro nobis peccatóribus, nunc et in hora mortis nostræ. Amen.

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Geschichte und Bedeutung

Das Ave Maria beginnt im Evangelium nach dem heiligen Lukas. Bei der Verkündigung grüßt Gabriel Maria und sagt ihr, dass der Herr mit ihr ist (Lukas 1,28). Bei der Heimsuchung segnet Elisabet Maria und das Kind, das sie trägt (Lukas 1,42). Das Gebet verbindet diese Begegnungen: Wir ehren die Gnade, die Gott ihr geschenkt hat, und preisen Jesus, den Sohn, den sie trägt.

Der Name Jesu verbindet die beiden Teile des Gebets. Eine Pause bei diesem Namen hilft, sich an das betrachtete Geheimnis zu erinnern: Jesus, in Betlehem geboren, am See lehrend, das Kreuz tragend oder von den Toten auferstanden. Der heilige Johannes Paul II. erklärt seine zentrale Stellung in Rosarium Virginis Mariae, §33. Wenn wir abschweifen, führt dieser Name zur Betrachtung zurück.

Der zweite Teil bittet um Marias Fürsprache. Wir nennen sie Mutter Gottes, weil ihr Sohn wahrhaft Gott ist, der Mensch geworden ist. Wir bitten sie, jetzt und in der Stunde unseres Todes für uns zu beten. Der Katechismus erklärt dieses Gebet in §§2676–2678. Wir vertrauen ihrer mütterlichen Sorge und erkennen uns als Sünder, die der Barmherzigkeit des Herrn bedürfen. Auch im Memorare und im Salve Regina, die häufig nach dem Rosenkranz gebetet werden, bitten wir um ihre Fürsprache.

Das Ave Maria im Rosenkranz

Das Gebet nahm über Jahrhunderte im Andachtsleben der Kirche Gestalt an. Sein Gruß stammt aus der Schrift; die abschließende Bitte drückt das Gebet der Kirche um Marias Fürsprache aus. Als sich der Rosenkranz entwickelte, wurden die wiederholten Grüße zu einer beständigen Begleitung der Betrachtung.

Die drei kleinen Perlen am Anfang begleiten drei Ave Maria, die traditionell um Wachstum in Glaube, Hoffnung und Liebe gebetet werden. In jedem Gesätz begleiten zehn kleine Perlen zehn Ave Maria. Das Geheimnis bleibt während des ganzen Gesätzes im Mittelpunkt. Ein Wort aus dem Evangelium kann bei den Wiederholungen im Sinn bleiben, zusammen mit dem Anliegen, das vor dem Rosenkranz genannt wurde.

Der gemeinsame Text der Familie oder Gemeinde hilft allen mitzubeten. Das lateinische Ave Maria bleibt im katholischen Gottesdienst und in der Andacht vertraut.

Auf jeder kleinen Perle ein Ave Maria beten. Zehn Ave Maria bilden ein Gesätz. Die drei kleinen einleitenden Perlen werden traditionell um Wachstum in Glaube, Hoffnung und Liebe gebetet.

Ein Vaterunser und zehn Ave Maria Zur Anleitung

Quellen